Montag, 2. September 2013

Monatsthema September

Nach vier Jahren genauso umstrittener wie gefeierter Regierungszeit ist es wieder soweit: Das wichtigste Merkmal der Demokratie, die Wahlen, stehen vor der Tür. Und nicht nur auf Bundesebene entscheidet die Wählergunst über die zukünftigen Machtverhältnisse – zur gleichen Zeit wird in Hessen der Landtag gewählt, während sich Bayern mit dem strategisch günstigen Termin der Woche vor den Bundestagswahlen viel mediale Aufmerksamkeit für die Land- und Bezirkstagswahlen sowie den fünffachen Volksentscheid über die Änderung der Bayrischen Verfassung gesichert hat.
Ihr seht: Auch wenn dieser Wahlkampf wohl der am wenigsten spannende der letzten Jahrzehnte war und es auch keine Wechselstimmung gibt, so ist das Verhalten des „Otto-Normalbürgers“ in diesem Monat für unsere Gesellschaft so wichtig wie in kaum einem der letzten Jahre.
Aus diesem Grund rufen wir Euch auf, eure Beobachtungen zum Wahlkampf, dem Wahltag oder auch der Wochen danach mit uns zu teilen. Jeder Aspekt ist dabei von Interesse: Wie fandet ihr die Wahlprogramme, die Wahlwerbung, das Verhalten der Politiker oder der Medien? Was haltet ihr vom Kanzlerduell, den Prognosen oder dem Wahl-o-maten? Wie steht ihr zum Ergebnis? Welche Schlüsse zieht ihr aus dem Geschehen nach den Wahltagen? Wählt ihr zum ersten Mal, oder dürft ihr noch nicht wählen? Seid ihr für eine Herabsetzung des Wahlalters? Und wie steht ihr zu Nichtwählern?
Ihr seht, die Wahlen bieten Anlass für verschiedenste Betrachtungen. Wir freuen uns auf eure Texte!

P.S.: Aufgrund des gründungsbedingt verspäteten Beginn des letzten Monatsthemas könnt ihr Texte dazu noch bis Ende diesen Monats einreichen (danach geht dies ebenfalls noch, nur nicht unter dem Zeichen des Monatsthemas). Daneben könnt ihr wie immer Texte zu allen gesellschaftsrelevanten Themen einreichen.

Kommentare:

  1. Ich bin dafür dass Meinungsumfragen vor der Wahl verboten werden.
    Selbst wenige Tage vor der Wahl werden noch Meinungsumfragen veröffentlicht. Ist das wirklich gut? In einer idealen Demokratie sollen sich die Bürger vor der Wahl mit den Parteien und Ihren Programmen beschäftigen (und die Parteien mit dem Bürger). Anschließend soll der Bürger die Partei wählen welche seinen Vorstellungen von der Gestaltung der Zukunft des Landes am nächsten kommt.
    Ergebnisse von Meinungsumfragen beeinflussen diesen Prozess. Bürger wählen taktisch. Was muss ich wählen um diese oder jene Koalition zu bekommen oder zu vermeiden? Der Bürger wählt also nicht die Partei welche Ihm am nächsten steht.
    Wie die Vergangenheit gezeigt hat, sind Meinungsumfragen auch fehlerhaft.( Das ist auch verständlich. Bei 60 Mio. Wahlberechtigten ist eine Stichprobe von 2000 Personen sehr wenig aussagefähig.) Die Folge ist, dass der Wähler in vertrauen auf die Meinungsumfrage eine bestimme Koalition wählt, aber das tatsächliche Wahlergebnis völlig anders ist als prognostiziert. Er wird frustriert sein und womöglich bei der nächsten Wahl zum Nichtwähler.
    Insgesamt halte ich es für sinnvoll, mindestens 4 Wochen vor der Wahl keine Meinungsumfragen mehr durchzuführen, oder zu veröffentlichen.

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  2. Ein Vorschlag, den ich durchaus unterstützen würde.
    Durch die Medien haben Demoskopen eine ungeahnte, unerhörte Macht, die sie selbst - die Unzulänglichkeit ihrer Vorhersagen bewusst - gar nicht wünschen. Umfragen vor den Wahlen korrumpieren das Sytem Demokratie. Taktisches Wählen, so zeigt der Verfall der FDP, gibt den falschen Menschen die Macht, denn sie werden nur aus taktischen Gründen gewählt, nicht aus Zustimmung für ihre Vorhaben.

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  3. http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_65599384/umfragen-wie-demoskopen-den-waehler-beeinflussen.html

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CATOteam 2013
Ceterum censeo...