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Mittwoch, 23. Juli 2014
Samstag, 28. Juni 2014
Samstag, Juni 28, 2014
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Martin Lotter
Während von Möchtegern-Experten die Fußballspiele detailliert analysiert werden, lohnt es sich auch, die Minuten vor dem Spiel genau zu untersuchen - sie werfen einige Fragen auf.
| By Steindy (talk) 11:08, 4 June 2011 (UTC) (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons |
Dienstag, 11. Februar 2014
Dienstag, Februar 11, 2014
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Über die NSA wurde in letzter Zeit viel geschrieben - aber wenig getan. Zumindest Otto-Normalverbraucher hatte wenig Gelegenheit, gegen die Machenschaften des US-Geheimdienstes zu protestieren. Nun haben verschiedene Organisationen für den heutigen Tag, den 11. Februar, zu einem weltweiten Onlineprotest aufgerufen. Mit dabei sind Größen wie Mozilla oder die Electronic Frontier Foundation. Hier haben sie Richtlinien dazu veröffentlicht, wie sie die Gesetzgebung zur Privatsphäre im Internet in Zukunft gerne haben würden.
Vor zwei Jahren konnte eine ähnliche Aktion, bei der sich auch Wikipedia und Google beteiligten, den amerikanischen SOPA (Stop Online Piracy Acts) Gesetzesentwurf verhindern. Nun hoffen die Initiatoren, mit Bannern auf teilnehmenden Websites und einer digitalen Unterschriftenaktion den internationalen Datenschutz wieder ins öffentliche Licht zu rücken. Da diese Aktion allen offensteht, sind auch CATO-Leser herzlich dazu eingeladen, mitzumachen. Letztes Jahr forderte einer unserer Autoren: "Auch sollten wir, als deutsche Bürger, uns überlegen, was wir gegen diesen Eingriff in unsere Souveränität unternehmen können." Nun ist die Gelegenheit da - nehmen wir sie war?
Daniel Vedder
Falls es jemanden interessiert, was bis jetzt schon auf CATO zu diesem Thema geschrieben wurde, ist hier eine kurze Auflistung von Texten, die sich damit auseinandersetzen:
Vor zwei Jahren konnte eine ähnliche Aktion, bei der sich auch Wikipedia und Google beteiligten, den amerikanischen SOPA (Stop Online Piracy Acts) Gesetzesentwurf verhindern. Nun hoffen die Initiatoren, mit Bannern auf teilnehmenden Websites und einer digitalen Unterschriftenaktion den internationalen Datenschutz wieder ins öffentliche Licht zu rücken. Da diese Aktion allen offensteht, sind auch CATO-Leser herzlich dazu eingeladen, mitzumachen. Letztes Jahr forderte einer unserer Autoren: "Auch sollten wir, als deutsche Bürger, uns überlegen, was wir gegen diesen Eingriff in unsere Souveränität unternehmen können." Nun ist die Gelegenheit da - nehmen wir sie war?
Daniel Vedder
Falls es jemanden interessiert, was bis jetzt schon auf CATO zu diesem Thema geschrieben wurde, ist hier eine kurze Auflistung von Texten, die sich damit auseinandersetzen:
Sonntag, 2. Februar 2014
Sonntag, Februar 02, 2014
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KW 5
Das Wort der Woche, diesmal aus anderer Feder.
Wort der Woche:
Ebenfalls in München, jedoch eine Woche später und ohne dieselbe internationale Brisanz, wird ein weiterer "Aufstand" stattfinden. Unter dem Motto "The riot starts here" wird momentan unter Oberstufenschülern auf Facebook zu einer Demonstration gegen das bayerische Kultusministerium aufgerufen, die nächsten Freitag stattfinden soll. "Wir sind es Leid, dass das Kultusministerium ständig über unsere Köpfe hinweg willkürliche Entscheidungen trifft", verkünden die Organisatoren, ein Satz, dem viele Gymnasiallehrer und -schüler herzhaft zustimmen werden. Der aktuelle Anlass ist das sog. Probeabitur, eine extra Klausur, die die diesjährigen zwölften Klassen in den Kernfächern schreiben mussten, als Vorbereitung auf das kommende "Zentralabitur". (Nun, offiziell heisst es bundesweites Zentralabitur, was bedeutet, das sechs Bundesländer teilnehmen und ca. ein Viertel der Punkte trotzdem auf rein Bayern-interne Fragen gegeben werden.) Aus diversen Gründen fiel das Mathe-Probeabitur besonders schlecht aus, und zwar bayernweit. Manche Schulen hatten bei dieser abiturrelevanten Note Stufenschnitte im Fünf-Punkte-Bereich. Nach einer Menge Unmut unter allen Beteiligten entschloss sich das Bildungsministerium, den Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre Note zu streichen. Die Schüler jubelten, bei den Lehrern sah das Bild jedoch etwas anders aus: der Bescheid aus München kam kurz vor Notenschluss, wodurch sie sich gezwungen sahen, innerhalb einer Woche die plötzlich fehlenden Noten wieder gutzumachen. Das Ende vom Lied ist nun die oben erwähnte Demonstration.
Obwohl der Grund Außenstehenden nichtig erscheinen mag, zeigt diese Entwicklung doch, dass auch die jetzige Generation Schüler nicht durchwegs apolitisiert sind; sondern es im Gegenteil auch hier junge Erwachsene gibt, die bereit sind, die ihnen zur Verfügung stehenden politischen Möglichkeiten zur Meinungskundgebung zu nutzen. Egal, was man von der Demonstration an sich hält - diese Tatsache ist auf jeden Fall zu begrüßen.
Daniel Vedder
Das Wort der Woche, diesmal aus anderer Feder.
Wort der Woche:
Riot
Ein kleines Wort mit viel Sprengkraft. "A riot is the language of the unheard", sagt Martin Luther King. Was das bedeutet, erfährt die Ukraine momentan aus erster Hand. Solch kriegsähnlichen Zustände hat Europa schon lange nicht mehr gesehen. Letzte Woche gab es die ersten Toten, nun sind auch Berichte über angeblicher Folter seitens der Regierungskräfte ans Licht gekommen. Dieses Wochenende steht der dortige Aufstand auf der Agenda der Münchener Sicherheitskonferenz, wo sich John Kerry, Steinmeier, von der Leyen & Co. über das "Problem Janukowytsch" austauschen.Ebenfalls in München, jedoch eine Woche später und ohne dieselbe internationale Brisanz, wird ein weiterer "Aufstand" stattfinden. Unter dem Motto "The riot starts here" wird momentan unter Oberstufenschülern auf Facebook zu einer Demonstration gegen das bayerische Kultusministerium aufgerufen, die nächsten Freitag stattfinden soll. "Wir sind es Leid, dass das Kultusministerium ständig über unsere Köpfe hinweg willkürliche Entscheidungen trifft", verkünden die Organisatoren, ein Satz, dem viele Gymnasiallehrer und -schüler herzhaft zustimmen werden. Der aktuelle Anlass ist das sog. Probeabitur, eine extra Klausur, die die diesjährigen zwölften Klassen in den Kernfächern schreiben mussten, als Vorbereitung auf das kommende "Zentralabitur". (Nun, offiziell heisst es bundesweites Zentralabitur, was bedeutet, das sechs Bundesländer teilnehmen und ca. ein Viertel der Punkte trotzdem auf rein Bayern-interne Fragen gegeben werden.) Aus diversen Gründen fiel das Mathe-Probeabitur besonders schlecht aus, und zwar bayernweit. Manche Schulen hatten bei dieser abiturrelevanten Note Stufenschnitte im Fünf-Punkte-Bereich. Nach einer Menge Unmut unter allen Beteiligten entschloss sich das Bildungsministerium, den Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre Note zu streichen. Die Schüler jubelten, bei den Lehrern sah das Bild jedoch etwas anders aus: der Bescheid aus München kam kurz vor Notenschluss, wodurch sie sich gezwungen sahen, innerhalb einer Woche die plötzlich fehlenden Noten wieder gutzumachen. Das Ende vom Lied ist nun die oben erwähnte Demonstration.
Obwohl der Grund Außenstehenden nichtig erscheinen mag, zeigt diese Entwicklung doch, dass auch die jetzige Generation Schüler nicht durchwegs apolitisiert sind; sondern es im Gegenteil auch hier junge Erwachsene gibt, die bereit sind, die ihnen zur Verfügung stehenden politischen Möglichkeiten zur Meinungskundgebung zu nutzen. Egal, was man von der Demonstration an sich hält - diese Tatsache ist auf jeden Fall zu begrüßen.
Daniel Vedder
Mittwoch, 29. Januar 2014
Mittwoch, Januar 29, 2014
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Niklas Götz
Vor
kurzem hat die alljährliche, Grimme-Preis-nominierte kulturelle
Diarrhoe wieder begonnen, in der 11 anbiedernde Auswürfe der
Leistungsgesellschaft in den klinisch reinen Dschungel-Folterkeller
des intellektuellen Kerkermeisters des Privatfernsehens RTL gesperrt
werden. Eigentlich kein gesellschaftsrelevantes Thema? Von wegen,
denn hier kann man kulturell gezähmten Sadismus erleben!
![]() |
| YanCoasterman |
Dieser Text wurde vor Beginn der diesjährigen Staffel verfasst.
Doch bevor wir das Prinzip des Sadismus hinter diesem Format
erkennen, sollten wir zuerst versuchen, das Format zu verstehen. "Ich
bin ein Star – Holt mich hier raus!" ist nämlich mehr als nur
eine prekarische Voting-Show mit Celebrity-Charakter.
Fangen wir erst mal mit dem Menschenmaterial an. Dieses ist im
Gegensatz zum eigentlich ironisch gemeinten Titel eine Auswahl
psychisch wie finanziell gescheiterter Z-Prominenter. Um dem
Zuschauer einen größtmöglichen Unterhaltungswert zu bieten, sind
sie für entsprechende Rollen (Macho, Muttie, Lästertante) bereits
von selbst geeignet oder entsprechend instruiert. Unabhängig hiervon
sind jedoch drei Gruppen zu unterscheiden, welche bereits bei der
oberflächlichen Darstellung der bedeutungslosen und zum Fremdschämen
verführenden Lebensläufe offensichtlich werden: die Langweiligen
(auch Fehlinvestitionen genannt; sie liegen in der Hängematte, öden
selbst bei der Dschungelhinrichtung an und werden bei Zuschauervoting
recycelt), die Lieblinge und die Opfer.
Die Lieblinge sind zwar Z-Promis wie alle anderen, schaffen es aber,
eine persönliche Beziehung zum Zuschauer aufzubauen. Aus ihnen kürt
man am Ende den Kerkerkönig. Bestes Beispiel ist Joey Heindle: in
ihm ist weniger Hirn als in einer Gelbwurst, jedoch war er so naiv,
dass beim Zuschauer das Kindchenschema ausgelöst wurde. Ähnliches
erreicht man auch, wenn man es schafft, dass sich der Zuschauer mit
einem identifizieren.
Doch werden uns heute die Opfer ganz besonders interessieren, denn
wegen ihnen wird die Sendung millionenfach eingeschaltet (ähnlich
wie bei DSDS, das gleiches Prekarierfernsehen mit ähnlichen
Funktionen bietet; auch hier will man eigentlich nicht die Gewinner
sehen, sondern das talentfreie Vakuum bei den Castings).
Opfer sind jene, die es schaffen, bei jedem gesunden Menschen
Antipathie auszulösen, sodass eine Identifizierung unmöglich wird
und die Distanz möglichst groß ist. Sie sind geprägt von einem
abstoßenden Charakter, von krankhaftem Narzissmus, einer allgemein
agressiven Art und stammen aus dem Kapitol des schlechten Geschmacks.
Oft sind es auch Existenz-Exhibitonisten. Die stete Behauptung, wider
allgemeinem Wissen nicht wegen des Geldes, sondern wegen der
"Reportation" (eine lexikalische Schande des aktuellen
Kandidaten und musikalischen Gollum Michael Wendler), erzeugt noch
mehr Abneigung beim Zuschauer.
Diese Einteilung in drei Gruppen (von denen schnell, meist schon nach
den ersten Votings nur noch zwei übrig bleiben), setzt sich im
"Alltagsleben" innerhalb des Wintergartens der Irrenanstalt
fort.
Die Opfer, oft in der Überzahl, beginnen mit Schmutzkampagnen
gegeneinander, welche innerhalb der ersten Woche zur Bildung
intriganter Grüppchen führen, die stark an die bipolare Welt
während der Kuba-Krise erinnern.. Dies wird gespickt durch verbale
Duelle auf dem Niveau eines schwer Betrunkenen, schlecht gespielten
Liebesgeschichten, Anfällen des Tourett-Syndroms, obszönen
Handlungen mit Fäkalien und exhibitionistischen Avancen. In dieser
Phase werden die Lieblinge immer weniger, weil sie darin versagen,
ihr gutes Image zu erhalten, indem sie entweder dem Gruppenzwang
erliegen und sich für die falsche Seite entscheiden, oder aber wie
ein Reh im Scheinwerferlicht erstarren und uninteressant werden. In
der zweiten Woche brennt dann ein heißer Krieg aus, in der sich alle
so beschmutzen, dass nur noch ein oder zwei Lieblinge übrig bleiben.
Der ständige Drang, sich selbst mit abstoßenen Geständnissen in
die Medien zu bringen, ist eine nur begrenzt sinnvolle Idee, da sie
zwar bei Menschen mit ähnlichen Erfahrungen eine Identifikation
ermöglichen, das falsche Spiel beim Haschen um Mitleid wie ein
Süchtiger nach der Droge schnell durchschaut und der Zuschauer
dessen überdrüssig wird.
Das Konfliktpotential im Mehrbettdschungel wird durch die große Nähe
zwischen den sozial inkompetenten Z-Promis, dem ständigen Hunger
(welcher nur durch die an Woyzeck erinnernde Reis-Bohnen-Diät
bekämpft wird), der für verwöhnte Ekel unpassende Möblierung und
die ab und zu aus dem Zoohandel eingeführte Tiere verstärkt.
Noch wichtiger als der Alltag im deutschen-australischen Guantanamo
ist jedoch die tägliche Hinrichtung einer oder mehrerer vom
Dschungelmob oder den telefonsüchtigen Zuschauern ausgewählter
Grenzdebiler. Die Perfektion in der Wahl der Folterinstrumente
erinnert ehrfürchtig an das große Vorbild der Hungerspiele. Hier
hat der Auserwählte die Möglichkeit, sein Image zu bearbeiten. Ein
Opfer wird besonders gern gewählt. Bei der Prüfung kann es zum
Super-Opfer aussteigen oder zum Langweiligen verfallen. Sollte es
unter Tränen und dem Kollaps nahe die Dschungelprüfung mehr oder
weniger bestehen, so wird es nochmals außerwählt. Setzt sich dieses
Verhalten fort, wird es ein Super-Opfer und so lange wiedergewählt,
bis es die Arena verlässt oder die Zuschauer ihre
Hinrichtungskompetenz verlieren. Tag für Tag können sich so die
Zuschauer an krampfhaften Heulanfällen, ausgelöst durch plötzlich
und nie dagewesenen Phobien und Veganismus erfreuen. Sein Rang als
normales Opfer kann man behalten, wenn ein souveränes Bestehen der
Prüfung mit narzisstischen Anfällen á la: "Ich bin der King
of Currywurst!" begleitet wird, man vom Super-Opfer überstrahl
wird oder sich einfach nur etwas dumm anstellt. Der Verfall zum
Langweiligen ergibt sich, sollte mn die perfid-psychopathischen
Prüfungen kommentarlos über sich ergehen lässt, während ein
herzliches, aber kompetentes Verhalten den Weg zum Liebling glättet.
Bei den Lieblingen kann der Rang nur bestehen, wenn man zwar sein
Leid zeigt, es aber altruistisch (um CARE-Packete zu erarbeiten)
erträgt und dabei am besten noch recht lustig erscheint – oder bei
mangeldem Humor zumindest eine gute Figur macht. Es reicht aber auch,
so inkompetent zu sein, dass der Zuschauer sich überlegen fühlt.
Ein sozialer Umstieg (eine Hierarchie möchte ich nicht einführen)
in Richtung (Super-)Opfer/Langweiliger ist jedoch auch möglich.
Eine der großen Zaubereien sind natürlich die Scheiterhaufen der
deutschen Medienwelt, die soganannten Dschungelprüfungen welbst. Sie
bestehen aus physischen oder psychischen Herausforderungen. Letztere
sind als lebende oder tote Anwendungen von Teilen von Wirbeltieren
oder ganzen Wirbellosen zu verstehen, die sowohl innerlich oder
äußerlich angebracht werden. Ziel dieses Massenmords ein
unschuldigen Tieren ist es, denn Kandidaten so zu provozieren, dass
er seine Verhaltensmaske fallen lässt und gleichzeitig den Zuschauer
bis zum Erbrechen anzuekeln, und zwar nicht nur vor der Prüfung,
sondern auch den Kandidaten. Der stets präsente soziale Druck durch
die Mithäftlinge entsteht durch die Rechtfertigungspflicht mittels
der Nahrungsboni, welche mittels Bestehen der noch nicht von der
Genfer Konvention betroffenen Foltermethoden erlangt werden.
Das Befreien der Tribute aus den Brechreizspielen mittels dem
bekannten "Daumen hoch/runter"-System (die Daumen wurden
durch Telefone ersetzt) ist dann nur noch nachrangig, da es nur dazu
dient, dem ekelhaften Spektakel ein Ende zu geben, indem zuerst
Langweilige, dann Opfer herausgewählt werden. Übrig bleiben nur
noch Super-Opfer, die dann gegen die letzten verbleibenden Lieblinge
verlieren – natürlich nicht ohne noch einmal in Prüfungen als
Zuschauerfutter verheizt zu werden.
Gerade jedoch die Super-Opfer haben die besondere Fähigkeit, bei den
Lieblingen Feindschaft hervorzurufen, diese auf eine Schmutzkampagne
gegen sie zu hetzen und dadurch auf die Dunkle Seite der Prominenz zu
führen, wodurch das Super-Opfer als Gemobbter zum Liebling werden
kann – man nennt es die Kusmagk-Strategie.
Am wichtigsten sind jedoch die stets im Doppelpack auftretenden
Foltermeister Phobos und Deimos, auch Pest und Cholera genannt. Ihre
Hauptaufgabe ist das Anpreisen der Foltermethode im Stile des
Großinquisitors sowie das Verspotten und Niedermachen der
grenzdebilen Schreckschrauben in der Pseudowildnis. Die beiden
audivisuellen Horrorpuppen könnten nicht nur Freddie und Jason
ersetzen, sondern nehmen auch noch den Zuschauer ab, böse Witze über
bereits am Boden liegende Existenzen zu erfinden. Gottgleich prägen
sie das Leben der Bewohner des Irrenzoos auf eine an Verbrechen an
der Menschlichkeit grenzende Weise. So wurde aus "Sarah Knappig"
"Sahra Dingens", und zwar für immer – man könnte gleich
den Nachnamen beim Standesamt ändern lassen, wenn es dies nicht
schon von alleine getan hätte. Dies bleibt nur bei
Noch-Nicht-Gefangenen im Rahmen der Satire (und zwar immer, wenn man
auf Geschehnisse und Kritik in der Heimat reagiert). Jeder der Amöben
in der Petrischale des Privatfernsehens ist dem Rufmord der
Scharfrichter hilflos ausgeliefert, wobei die Grenzen von Satire,
Humor, Polemik und Kabarett nicht nur überschritten, sondern
schlichtweg vernichtet werden. Und die Welt lacht mit.
Wozu der ganze Zauber? Warum schauen sich Millionen Menschen (nicht
nur in Deutschland; diese Show gibt es in fast jedem Land) diesen
schleimigen Auswurf der Fernsehkultur an?
Exhibitionistische, abstoßende Prominente, die intellektuell dem
Zuschauer unterlegen sind und dadurch sein Selbstwertgefühl
steigern, gibt es oft. Voting-Shows ebenso. Aber leidende Prominente,
gespickt mit diesen Elementen und gepaart mit dem Gruppenverhalten
von Asozialen ist fast einzigartig. Es gab zwar noch ein ähnliches
Projekt beim Konkurrenzsender Pro7, dieses scheiterte jedoch
offensichtlich an inkompetenten Vormobbern (also Moderatoren).
Daraus erkennt man, dass hierin der Schlüssel zum Erfolg liegen
muss. Wenn ich mich wieder auf den Anfang des Textes beziehe, sollte
mit meiner These der Erfolg der Show verständlich werden.
Wenn man akzeptiert, dass jeder Mensch einen kleinen, aber nicht zu
unterschätzenden Hang zum Sadismus hat, wird es schnell
offensichtlich. Denn warum gucken Menschen Filme wie "Saw"?
Wohl nicht, um zu lernen, wie man Serienmörder abwehrt. Warum
erfreuen sie sich an Missgeschicken aus dem Internet? Wohl nicht aus
Mitgefühl. Warum wählen sie immer wieder den selben Prominenten,
um gequält zu werden, obwohl er nicht mehr will? Wohl nicht, um ihn
eine Chance zur Profilierung zu geben. Die Antwort ist, dass Menschen
ihren Sadismus kulturell kanalisieren und mit diesen Mitteln
ausleben, um im Alltagsleben davon befreit zu sein – ebenso wie
manche Menschen ihre Aggression kanalisieren und beim Kampfsport
ausleben, um im Alltagsleben entspannter zu sein.
Das ganze Format ist darauf abgerichtet, die Opfer zu quälen. Mit
Absicht werden Menschen gewählt, deren Lebensläufe und Verhalten
größtmögliche Distanz zum Zuschauer schafft, was ihm die Auslebung
des Sadismus erleichtert (entscheidender Vorteil zum Vorbild der
Hungerspiele: Es macht dem Zuschauer mehr Spaß, Z-Promis leiden zu
sehen als Kinder sterben zu sehen).
Weiterhin werden die Opfer zu Konflikten zueinander motiviert, ebenso
dazu, sich selbst darzustellen, was beides dazu führt, dass der
Zuschauer das falsche Spiel erkennt, die Opfer als moralisch
minderwertig abstempelt und damit moralisch fragwürdiges Verhalten
gegenüber ihnen legitiermiert – ebenso wie man einen Ketzer
vogelfrei erklären konnte.
Schlüsselrolle haben die Moderatoren, die bei der Entmenschlichung
der Opfer eine Hilfestellung leisten und gleichzeitig den Zuschauer
vertreten, indem sie sich stellvertretend für ihn über das
Menschenmaterial lustig machen und sich gleichzeitig mit dem
Zuschauer indentifizieren.
Dieser Vorgang wird bei der Dschungelhinrichtung zum Höhepunkt
geführt: In der rituellen, psychischen Gewaltanwendung an den Opfern
kann der Zuschauer seinen Sadismus an den Z-Prominenten ausleben,
indem er unterbewusst die Rolle der Moderatoren einnimmt und selbst
zum Foltermeister wird. Dabei wirkt die Sadismusentladung umso
stärker, je mehr der Zuschauer selbst von der Prüfung abgeschreckt
wird. Paradebeispiel ist jene Prüfung, bei der kulturell abgelehnte
Speisen vollständig verzehrt werden müssen. Da hier das
Foltermittel durch den Verzehr mit den Gefolterten eins wird, ist es
besonders perfide und daher auch besonders wirksam.
Die Krönung des Königs des Irrenhauses ist nur noch eine
Formalität, am Ende der Staffel hat der Zuschauer seinen Sadismus
für ein Jahr ausgelebt.
An der Stelle fragt man sich, was wäre, wenn die Menschen ihren
Sadismus nicht kanalisieren könnten. Sicherlich gab es ja auch eine
relativ friedliche Gesellschaft vor dem Dschungelcamp, Killerspielen
& Co. . Aber jeder braucht ein Ventil, will er sich nicht gegen
seine Mitmenschen richten. Das alte Rom hatte seine Ventile ja im
großen Stil (da hat man schlicht Verbrecher von einem Löwen fressen
lassen – heute lässt man Z-Promis Löwen-Genitalien verzehren).
Auch im Mittelalter hatte man Hinrichtungen. In der Moderne wurde es
jedoch schwierig, die Ventile gingen aus, schließlich war Sadismus
verachtet. Das Dschungelcamp brach dieses Tabu und öffnete so das
Ventil – und wenn man auf die Quoten blickt, so strömt dort sehr
viel durch – ungetrübt von ethischen Problemen.
Dienstag, 17. Dezember 2013
Dienstag, Dezember 17, 2013
7 comments
Niklas Götz
Genau vor 75 Jahren gelang am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin Otto Hahn etwas, das wohl die folgenreichste und bedeutenste Entdeckung der Naturwissenschaften bis jetzt sein sollte: Die Spaltung des Uranatoms. Doch die Folgen sollten ein Mahnmal für die Wissenschaftsethik werden.
Genau vor 75 Jahren gelang am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin Otto Hahn etwas, das wohl die folgenreichste und bedeutenste Entdeckung der Naturwissenschaften bis jetzt sein sollte: Die Spaltung des Uranatoms. Doch die Folgen sollten ein Mahnmal für die Wissenschaftsethik werden.
| Versuchsaufbau bei der Entdeckung der Kernspaltung. (By J Brew [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons) |
Freitag, 6. Dezember 2013
Freitag, Dezember 06, 2013
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Martin Lotter
Es war einmal in Berlin...
|
Es war einmal in Berlin...
Die
EU Kommision hat uns Deutschen schon mehrfach vorgeworfen, dass wir
zu viel sparen und zu wenig komsumieren. Die Europäsche Zentralbank
hat deshalb die Zinsen fast auf Null gesenkt, aber die ignoranten
Deutschen geben ihr Geld trotzdem nicht aus, sondern lassen es immer
noch auf den Sparbüchern. Um der fortgesetzen Kritik der EU zu
entgehen hat die, große Koalition eine Kommission eingerichtet mit
dem Ziel Vorschläge zu erarbeiten, wie man uns Deutsche zum
Konsumieren bringen kann. Experten der sogenannten „Konsumkommission”
unter Vorsitz von Andrea Nahles waren Sylvia van der Vaart,
Ex-Industrieboss Olaf Henkel , Harald Glöckler und Uli Hoeness als
Berater in steuerlichen Fragen. Die Lobby der Bauindustie wollte als
Experten noch Bischof Tebartz van Elst platzieren. Allerdings war er
zum Zeitpunkt der Besetzung der Kommision nicht erreichbar.
Andrea
Nahles hat nun – unter musikalischer Begleitung á
la Astrid Lindgren - das Ergebnis vorgestellt. In der ersten
Bundestagssitzung noch vor Weihnachten soll das Gesetz verabschiedet
werden. Der Titel des Gesetzes ist entweder
„Konsumförderungsermächtigungsgesetz“ oder
„Konsumnotstandssonderverordnung“. Eine Historikerkommision muss
noch ein Urteil zum Titel abgeben.
Hier
einige der Vorschläge der Expertenkommision:
Das
statistische Bundesamt hat ermittelt, dass der Konsum in der
Weihnachtszeit kräftig steigt. Daher wird die Weihnachtszeit
verlängert. Sobald bei Aldi Lebkuchen und Christstollen im Angebot
sind, dürfen auch Weihnachtsmärkte geöffnet werden. Somit wird
Weihnachten im September beginnen. In München wird das Oktoberfest
bis Ende Dezember verlängert und der Glühwein wird regionaltypisch
in Maßkrügen ausgeschenkt. Lediglich am Volkstrauertag und
Totensonntag wird der Ausschank gestoppt, es sei denn, die
Budenbesitzer schenken zur Zeichen der Trauer nur besonders dunklen
Glühwein aus. Dieser Kompromiss ist dem mönchischen dunklen
Starkbier zur Fastenzeit entlehnt.
Die
Arbeitgeber werden verpflichet Weihnachtsgeld bereits im September
auszuzahlen.Gleichzeitg erhalten die Arbeitnehmer einen zusätzlichen
bezahlten Feiertag, den sogennanten Volkseinkaufstag. An diesem Tag
sind alle Onlineanbieter verpflichtet 10 % Rabatt auf die Einkäufe
zu geben. Amazon muss 20 % Rabatt geben, da sie sowieso keine Steuern
in Deutschland zahlen.
Von
den guten Konsumerfahrungen der USA will man in Deutschland
profitieren. So sind die durchschnittlichen Größen der Getränke in
den USA deutlich über denen in Deutschland. Altbier oder Kölsch
wird im Rheinland immer noch in „0,2l Reagenzgläsern“
ausgeschenkt. Die guten Erfahrungen beim Oktoberfest mit Maßkrügen
will man nun auf ganz Deutschland ausweiten. Bierausschank in Gläsern
kleiner als 1 Liter ist nicht mehr zulässig. Um Probleme
alkoholisierter Fahrer mit der Straßenverkehrordnung zu vermeiden
wird die Promillegrenze von 0.5 auf 3 Promille angehoben. Die
Autoindustrie begüßt den Vorschlag und sieht darin eine indirekte
Abwrackprämie. Die Versicherungslobby intervenierte erfolglos.
Merkel meint, diese Maßnahme sei alternativlos.
Basierend
aus Datenlieferungen der NSA wurden Bevölkerungsschichten
ausgemacht, die sich penetrant weigern die Wirtschaft zu fördern.
Diese sogenannten „Konsumagnostiker“ will man besonders
ansprechen. Zunächst ist es verboten auf seinem Briefkasten Schilder
wie „Bitte keine Werbung“ anzubringen. Auch Anzeigenblätter
müssen gelesen werden.
Konsumagnostiker
ist man zudem, wenn man ungenutztes Geld auf dem Konto hat. Die
Banken sind verpflichtet, die Daten alle Konten mit mehr als 20.000 €
Guthaben an ein neu einzurichtendes Ministerium für Konsumfreude zu
senden. Als mögliche Minister sind Ursula von der Leyen oder Sigmar
Gabriel im Gespräch. Kompetenz wird von der Leyen wegen der 7 Kinder
zugesprochen, Gabriel wegen seiner gemütlichen Figur. Als Geheimtipp
auf diesen Posten gilt eine nicht näher genannte ca. 50-jährige
Person aus den Neuen Bundesländern. Dieser Person wird besonders
viel Erfahrung mit dem Nachholen von Konsum nach der Wende
zugesprochen.
Minijobber
und Harz IV Empfänger könnten zu Homeshoppingmanagern ausgebildet
werden, die dann Tupperwarenabende oder sonstige Homeshoppingevents
veranstalten. Konsumagnostiker müssen 2 Mal im Jahr an solchen
Veranstaltungen teilnehmen, bis sie geheilt sind.
Angelehnt
an den Energiesparberater will die Bundesregierung nun das Berufsbild
des Konsumberaters (IHK zertifiziert) etablieren. In Schnellkursen
werden diese (in der Szene bereits als Shoppingqueens bekannt)
ausgebildet. Jeder Konsumagnostiker oder jeder Bürger mit einem
Kreditlimit von 5.000€ bekommt einen Beratungsgutschein von seiner
Gemeinde geschickt . Die Shoppingqueen kommt dann zu Besuch und macht
Vorschläge, welche veralteten Möbel, Kleidungsstücke oder andere
Haushaltsgegenstände dringend zum Wohle Deutschlands ausgetauscht
werden sollten. Ob es eine Abwrackprämie für Wohn- und Schlafzimmer
gibt ist noch nicht entschieden. Die Zeitschrift „Schöner Wohnen“
wird aber zusammen mit dem Ikea-Katalog von der Post monatlich
kostenfrei allen Haushalten zugestellt.
Die
Expertenkommission hat sichverschiedene Produkte näher angesehen.
Unklar war den Frauen der Kommission, warum es Mon Cherie nicht auch
im Sommer gibt. Die Sommervariante könnte MöönCherie heißen,
schlägt Harald G. vor. Darüber hinaus soll auf Vorschlag vom
Bauernverband die Portionsgröße von Milchprodukten angepasst
werden. Jogurt in der Größe von Fruchtzwergen wird verboten.
Mindestgröße für Jogurt wird 500 ml. McDonald und die
Fast-Food-Industrie haben sich freiwillig dazu verpflichtet nur noch
Produkte ab der Größe von BigMac zu verkaufen. Hamburger werden aus
dem Sortiment genommen, ebenso die kleine Portion Pommes.
Die
starke Lobby der Gesundheitsindustrie hat die Kommission ebenfalls
von Maßnahmen überzeugt. Alle Kinder erhalten am ersten Schultag
einen ADHS-Vorsorgetest. Sobald Anzeichen von Hyperaktivität vom
durchführenden Pharmareferenten erkannt werden, erhalten die Eltern
ein kostenloses 9-jähriges Ritalinabonnement. Mädchen in der
Pubertät können auf Kosten der AOK jährlich einen Modelcheck
durchführen. Notwendige Schönheitsoperationen trägt ebenfalls die
Krankenkasse. Die Bertelsmann Stiftung, quasi das Kompetenzzentrum
für Bildungsforschung, schlägt vor, ähnlich wie „Jugend forscht“
einen bundesweiten Wettbewerb „Jugend kauft“ auszuloben.
Schließlich kann es nicht sein, dass Kinder in heutiger Zeit noch
zum Sparen erzogen werden. Die Sparkassen werden den Weltspartag
abschaffen.
Der
Apothekerverband verpflichtet sich, Rentnern eine erweiterte
Betreuung zukommen zu lassen und führt ab jetzt Hausbesuche durch.
Viele Rentner würden noch viel zu wenig Arzneimittel konsumieren.
Die
Kirchen solidarisieren sich ebenfalls mit der Bundesregierung.
Während die Katholiken mit Verweis auf Limburg und prächtig
ausgestattete Kirchen meinen, genug für die Bauindustrie zu tun,
bestätigt Margot Käßmann, dass dahingehend in ihrer Kirche „nichts
in Ordnung“ ist. Die 4 Millionen Muslime in Deutschland wollen als
Zeichen der Integration den Ramadan von 1 Monat auf 1 Tag kürzen.
Das würde ihren Konsum deutlich ankurbeln. Die Genehmigung aus Mekka
steht aber noch aus.
Auch
die FDP wollte kurz vor dem Ausscheiden aus dem Bundestag noch etwas
für die Konjunktur tun. Tierfreundin Leutheusser-Schnarrenberger
(ihr Hund heißt Dr. Martin Luther) sieht im Besitz von Haustieren
einen wahren Konsumturbo. Abhängig vom zu versteuernden Einkommen
soll sich jeder Haushalt ein Haustier anschaffen müssen.
Kleinverdiener einen Hamster oder Meerschweinchen, mittlere Einkommen
Hund oder Katze und große Einkommen Pferde oder dergleichen. Für
Bürger, welche aus nachweisbaren Gründen keine Tiere halten können,
bietet sich als Ablass eine Spende an Tierheime oder die Patenschaft
für rumänische Straßenhunde an. Letzteres hat zu diplomatischen
Verwerfungen mit Rumänien geführt und wird wohl nach Intervention
Westerwelles als Option gestrichen. Der griechische Botschafter hat
als Ersatz der Kommission eine von Goldman Sachs zertifizierte
Adressliste mit 4 Mio. Strassenhunden überreicht. Die CSU schlägt
vor, dass die Troika bei ihrem nächsten Besuch die Strassenhunde in
Athen zählt.
Während
die Linken die Kommission und das neue Ministerium als
neokapitalistisch ablehnen, waren die
Grünen frustriert, nicht über die Existenz der Konsumkommission
informiert worden zu sein. Claudia Roth meinte, die grüne
Bundestagsfraktion hätte während der Koalitionsverhandlungen
sowieso Langeweile und könne sich ganz oder zumindest in Person von
Claudia Roth „einbringen“. Olaf Henkel hat ihre Teilnahme
allerdings nach Rücksprache mit seinem Kardiologen und mit Hinweis
auf ein aus der Teilnahme Roth’s resultierendes erhöhtes
Schlaganfallrisiko für Ihn abgelehnt.
Der
Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen. Während die Maßnahmen dem
Berliner Wowereit nicht weit genug
gehen, lehnen die Schwaben mit Verweis auf die Nichtdurchführbarkeit
des Gesetzes in Baden-Württemberg ab. „Die schwäbische Hausfrau
wird die Umsetzung des Gesetzes boykottieren“, so Ministerpräsident
Kretschmann. Wowereit sieht die Kompetenz für Geldausgeben mit einem
Seitenhieb auf Stoiber eindeutig in Berlin und nicht in Bayern. Die
AFD meint, wir sollten wieder die D-Mark einführen, dann hätten die
Bürger doppelt so viel auf dem Konto und würden sowieso mehr
konsumieren. Dann wären sowohl Deutsche als auch die EU glücklich.
Geschehen
ist das noch nicht, aber man traut es ihnen zu…
Freitag, 1. November 2013
Freitag, November 01, 2013
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Monatsthema November
Die Quandt/Klattenaffäre im letzten Monat wirft ein fragwürdiges Licht auf die Unabhängigkeit des Gesetzgebers. Auf der anderern Seite braucht die Wirtschaft auch einen gewissen Einfluss. CATO fragt im November nach eurer Meinung.
Die Quandt/Klattenaffäre im letzten Monat wirft ein fragwürdiges Licht auf die Unabhängigkeit des Gesetzgebers. Auf der anderern Seite braucht die Wirtschaft auch einen gewissen Einfluss. CATO fragt im November nach eurer Meinung.
![]() |
| Auszug aus der Bundestagswebseite zu Parteispenden |
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Donnerstag, Oktober 24, 2013
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Niklas Götz
Die für beendet erklärte Spähaffäre flammt auf wie nie zuvor: Nach Angaben des Spiegels wurde das Kanzlerinnenhandy höchstpersönlich abgehört. Die scharfe Reaktion der Regierung, ein Telefonat mit Obama und das Einbestellen des US-Botschafters zeigen die prekäre Situation. Wie soll man weiter mit den USA umgehen?
Die für beendet erklärte Spähaffäre flammt auf wie nie zuvor: Nach Angaben des Spiegels wurde das Kanzlerinnenhandy höchstpersönlich abgehört. Die scharfe Reaktion der Regierung, ein Telefonat mit Obama und das Einbestellen des US-Botschafters zeigen die prekäre Situation. Wie soll man weiter mit den USA umgehen?
Dienstag, 1. Oktober 2013
Dienstag, Oktober 01, 2013
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Niklas Götz
Heute Nacht ist das neue Haushaltsjahr in den USA angebrochen - ohne Haushalt. Der erbitterte Widerstand er Republikanter gegen "Obamacare" hat eine Einigung unmöglich gemacht. Deshalb wurden Behörden in den Zwangsurlaub geschickt - und ändert sich nichts, ist die letzte Supermacht in zwei Wochen pleite.
Heute Nacht ist das neue Haushaltsjahr in den USA angebrochen - ohne Haushalt. Der erbitterte Widerstand er Republikanter gegen "Obamacare" hat eine Einigung unmöglich gemacht. Deshalb wurden Behörden in den Zwangsurlaub geschickt - und ändert sich nichts, ist die letzte Supermacht in zwei Wochen pleite.
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